Die Welt der billigen und praktisch unerschöpflichen Energie

In 80er Jahren des 19. Jahrhunderts sagten Fachzeitschriften der elektrischen Wissenschaften praktisch kostenlosen Strom und freie Energie voraus. Unglaubliche Entdeckungen zum Wesen der Elektrizität wurden Allgemeinplatz. Nikola Tesla bewies die Möglichkeit »kabelloser Beleuchtung« und andere Wunder, die mit Hochfrequenzströmen zusammenhingen. Es herrschte in Bezug auf die Zukunft ein noch nie dagewesener Optimismus vor.

Innerhalb von 20 Jahren, davon ging man aus, würde es Automobile, Flugzeuge, Filme, Musikaufnahmen, Fernsprecher, Radios und einfach zu bedienende Kameras geben. Das viktorianische Zeitalter würde etwas völlig Neuem den Weg öffnen. Zum ersten Mal in der Geschichte war auch das einfache Volk von der Vision einer utopischen Zukunft erfüllt, in der es moderne Verkehrs- und Informationssysteme sowie Arbeitsplätze, Wohnraum und Nahrungsmittel

für alle im Überfluss geben würde. Krankheiten und Armut würden endgültig besiegt werden. Die Lebensumstände verbesserten sich, und diesmal würde jeder ein Stück des Kuchens abbekommen.

Aber was geschah wirklich? Inmitten dieser Explosion technischer Innovationen, wo blieben die Durchbrüche im Energiebereich? Was wurde aus dem Optimismus im Zusammenhang mit billiger und frei verfügbarer Energie, der noch kurz vor Beginn des letzten Jahrhunderts so präsent war? War es doch nur Wunschdenken gewesen, das von der »wirklichen Wissenschaft« letzten Endes widerlegt wurde?

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